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Seminarbegleitende Blogs

Im Lauf der Zeit sind einige seminarbegleitende Blogs entstanden, die seit gestern miteinander verbunden sind. Dabei handelt es sich um Blogs zu folgenden Themen: (Rechts-)Populismus Nachhaltigkeit / Postwachstumsgesellschaft Europäische Union Web 2.0, Medienkompetenz und politische Bildung Netzpolitik Menschenrechte und Menschenrechtsbildung

Separatismus: Kurden, Sieg gegen den IS und Autonomiestreben

Gemeinsamer Kampf gegen den IS Ende 2017 war es der syrisch-kurdischen Volksverteidigungseinheit (YPG) mit militärischer Unterstützung aus den USA gelungen, den Islamischen Staat aus Rakka zu vertreiben. Durch die Zusammenarbeit der YPG mit den Syrischen Demokratischen Kräften (SDF) und der Ausbildung durch etwa 2000 US-Soldaten war der Kampf gegen die IS-Dschihadisten erfolgreich. Der IS ist geschlagen - wie geht es nun weiter mit den Kurden? Während des Widerstandes gegen die Terrormiliz Islamischer Staat waren die Kurden militärisch und logistisch eingebunden und wünschten sich auch Beistand für ihre eigenen politischen Probleme. Sie wurden mit den Waffen der westlichen Welt ausgerüstet und kämpften in einem blutigen Krieg erfolgreich gegen den IS, aber auch für ihr Ziel eines eigenen Staates. Türkische Militäroffensive in Nordost-Syrien gegen YPG-Stellungen Die Kurden haben seit der Militäroffensive gegen Stellungen der YPG in Nordost-Syrien fast jede Unterstützung und Ho...

FRA-Direktor über Fußball und Nationalismus

Michael O'Flaherty ist der Direktor der 2007 gegründeten FRA, der Fundamental Rights Agency der Europäischen Union ( Agentur der EU für Grundrechte ). Er äußert sich in einem Beitrag auf Euractiv , einem wichtigen mehrsprachigen Informations- und Debattenportal zur europäischen Politik, zur Fußball-WM und den in deren Zusammenhang aufgetretenen "Debatten" zu Themen wie nationaler Identität oder Rassismus: " Football, national identity and belonging in today’s Europe "...

Özil und Gündogan - Gescheiterte Beispiele von Integration?

Die Bilder der beiden Nationalspieler mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan haben eine Debatte über den aktuellen Zustand der Integration (von Fußballspielern) in Deutschland ausgelöst. In den letzten Sitzungen haben wir viel über den Sport und seine integrative Wirkung gesprochen, welche zum Gemeinschaftsgefühl der jeweiligen Mannschaft führen kann. Gerade deshalb ist das Treffen der beiden Nationalspieler mit dem türkischen Präsidenten in London ein Schlag für die Debatte um Integration. Bei dem Treffen verschenkten Özil und Gündogan das Trikot ihres jeweiligen Vereins an das Staatsoberhaupt, eines davon sogar mit der Widmung „Mit Respekt für meinen Präsidenten“. Die Bilder des Treffens wurden im Anschluss von der Regierungspartei AKP auf Twitter online gestellt. Diese ganze Aktion steht unmittelbar im Zusammenhang mit den vorgezogenen Präsidentschaftswahlen in der Türkei sowie der bevorstehenden EM-Nominierung. Viele Zeitungen titeln nun, ob diese beiden Fußballsp...

Lösungsansätze zur Verteilungsfrage im bedingungslosen Grundeinkommen am Beispiel des Flüchtlingscamps "Azraq"

Einer der Hauptkritikpunkte am bedingungslosen Grundeinkommen ist, dass es bisher kaum übertragbare Erfahrungen aus Modellprojekten gibt, die Rückschlüsse auf die Umsetzbarkeit auf der technischen und sozialen Ebene geben. Denn um verlässliche Rückschlüsse aus den gewonnenen Modellprojekten gewinnen zu können, müssen die Verteil- und Organisationssysteme in einer gesamten Stadt oder sogar Region erprobt werden. Für diese bedeutet dies einen sehr hohen organisatorischen Aufwand und die Zusammenarbeit mit allen Unternehmen und Behörden der Region. Durch die Großbewegungen der letzten Jahrzehnte, wie der Globalisierung und Digitalisierung, ist es kaum mehr möglich, einzelne Regionen getrennt zu behandeln, da Banken, Versicherungen, internationale Arbeitgeber und auch nationale Sozialsysteme berücksichtigt oder ausgetauscht werden müssen. Eine Ausnahme aus den mittlerweile oft hochvernetzten Städten bilden Flüchtlingslager, die meist vom UN-Flüchtlingshilfswerk oder den beherbergenden S...

Boykott der Fußball-WM durch Politiker?

Zu diesem Thema hat die Stuttgarter Zeitung einen Pro/Contra-Artikel veröffentlicht: https://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.pro-und-kontra-zur-fussball-wm-in-russland-sollen-politiker-die-wm-boykottieren.736ddd87-a467-4544-8f1a-8e3aa001a23c.html

Separatismus: Brexit

Separatismus ist innerhalb Europas schon seit einiger Zeit zu beobachten. Katalonien oder das Baskenland streben schon seit langem nach Autonomie. Auch Großbritannien entschied 2016 durch einen Volksentscheid, aus der Europäischen Union auszutreten. 2017 unterzeichnete Premierministerin May den Austritt und am 29.03.19 soll es nun so weit sein: Großbritannien wird aus der EU austreten. Welche Folgen das für die EU und vor allem für Großbritannien haben wird, ist noch nicht absehbar, dennoch werden Stimmen aus Großbritannien lauter, welche ein wirtschaftliches Defizit befürchten. Dazu kommt, dass Schottland ein neues Referendum befürwortet, um in der EU bleiben zu können. Sollte es nicht dazu kommen, werden sie ebenfalls ab März 2019 einen neuen Weg außerhalb des europäischen Binnenmarktes gehen müssen. Der Vorschlag der britischen Regierung hierzu wäre ein Freihandelsabkommen mit der EU. Ein Jahr lang hat man bislang über die Loslösung von der EU diskutiert, und schließlich kommt v...

ARTE Doku zur alternativen Fußball-WM

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Der TV-Sender ARTE hat eine 30-minütige Dokumentation zu der alternativen Fußball-WM von CONIFA veröffentlicht: " Kicken für die Unabhängigkeit - Die alternative Fußball-WM ". Der Beitrag konzentriert sich hauptsächlich auf die Mannschaft aus Abchasien, einem kleinen Land am Schwarzen Meer, das sich 1992 von Georgien abgespalten hat und seitdem um seine weltweite Anerkennung kämpft. Der Beitrag beantwortet einige der Fragen, die wir uns im Seminar gestellt haben, und begleitet unter anderem auch einen Funktionär der CONIFA bei den Vorbereitungen kurz vor der WM in London. Vor allem interessant für alle die, die mehr über die CONIFA wissen möchten.

Das Motiv des Nationalismus in einer globalisierten Welt

Im Laufe dieses Semesters haben wir uns mit aktuellen politischen Themen auseinandergesetzt und Bemühungen unternommen, diese zu analysieren. Im Rahmen unserer Bilanzierung in der letzten Seminarsitzung ist deutlich geworden, dass sich ein spezifisches Motiv durch zahlreiche Themenfelder zieht und auch die Themenkomplexe „Separatismus“ sowie „Sport und Politik“ prägt. Gemeint ist das Motiv des Nationalismus. Zum einen haben wir Nationalismus als Antreiber für Separationsbewegungen betrachtet. Die Auseinandersetzung mit separatistischen Bewegungen wirft die grundlegende Frage nach der zukünftigen Bedeutung von Nationalstaaten und deren Grenzen auf. Zum anderen haben wir über Nationalismus im Zusammenhang mit Patriotismus und Rassismus im Sport und insbesondere bei großen Sportevents wie der Fußballweltmeisterschaft gesprochen. Auch wenn der Zusammenhang von Nationalismus und unserem dritten großen Themenkomplex, "bedingungsloses Grundeinkommen", zunächst weniger offensicht...

Separatismus - eine Bilanz

Von Separatismus spricht man, wenn ein Teil der Bevölkerung die Absicht hat, sich von dem Staat, in dem er lebt, zu trennen, um einen eigenen Staat zu gründen. Allein in Europa gibt es mehrere separatistische Bewegungen und Bestrebungen. Dass sich ein Teil der Bevölkerung von einem Staat trennen möchte, lässt sich in den meisten Fällen mithilfe von zwei wesentlichen Konfliktpunkten begründen: Ökonomische Interessen: Reiche Regionen wie Flandern, Lombardei oder Katalonien stellen sich die Frage: „Warum sollen wir für die anderen ärmeren Regionen zahlen?“ Regionale Gemeinsamkeiten: "Wir sind ganz anders. Wir haben eine andere Mentalität, Kultur, Sprache und Geschichte“ - Die regionalen Gemeinsamkeiten fördern die eigenen Identitäten   Legitimation von Separation Die Frage, ob ein Teil der Bevölkerung ein Recht auf eine Abspaltung hat, ist nicht einfach zu beantworten. Es liegt nämlich ein Widerspruch zwischen dem Selbstbestimmungsrecht der Völker und der territorialen Integri...

eSport - eine neue olympische Disziplin?

eSPort in der Politik: Die Politik setzt sich erst seit wenigen Jahren mit dem Thema eSport auseinander, trotzdem ist es schon ein Thema im Koalitionsvertrag der neuen Bundesregierung . Denn, wie schon die Sportschau schreibt: " eSport boomt , ist aber in Deutschland immer noch nicht als Sportart anerkannt. Das könnte sich bald ändern. So steht es jedenfalls im vorläufigen Entwurf des Koalitionsvertrages von CDU, CSU und SPD." Viele Anhänger von Computerspielen können sich darauf freuen, dass ihr Hobby mehr Anerkennung erlangt. Vor allem die Fans in asiatischen Ländern sind bei dem neuen Sport führend, wie z.B. Süd-Korea. Schach und andere Bewegungen: Natürlich wird immer noch in Frage gestellt, ob die oft nur in den Armen, Händen und vor allem im Kopf durchgeführte Bewegung ausreichend ist, um als Sportart anerkannt zu werden, wie es 2014 schon mit Schach passiert ist. Quellen: Kroko : http://esport.kicker.de/esport/mehresport/info/716643/artikel_politik_wenn-die-...

CONIFA statt FIFA

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"With high ethical standards and dedicated members CONIFA is the world leading organization for people, nations and sportingly isolated regions whom share the joy of playing international football. CONIFA contributes to the enhancement of global relations and international understanding." ( http://www.conifa.org/en/about-us/ ) Die CONIFA ist ein internationaler Fußballverband für Staaten, Minderheiten, staatenlose Völker und Regionen, die nicht Mitglied der FIFA sind. Die Confederation of Independent Football Association veranstaltet seit der Gründung am 7. Juni 2013 in regelmäßigen Abständen Fußballturniere, welche als alternative Weltmeisterschaften organisiert sind. Das erste weltweite Fußballturnier der CONIFA fand im Juni 2014 in Östersund in Schweden statt. Auch in diesem Jahr gab es ein Turnier. Obwohl der Gastgeber das Team aus Baraawe, einer Region im südlichen Somalia, war, musste das Turnier aus politischen Gründen in London stattfinden. Dieser Cup wurde vom 31....

Common Goal - 1% für eine bessere Welt

Einige Sportarten und gerade der Fussball genießen das Privileg, viel Aufmerksamkeit zu bekommen und durch zunehmende Kommerzialisierung, in Wirtschaftssphären vorzudringen, von denen andere Unterhaltungsbranchen nur träumen können. Mit der wachsenden Reichweite/Aufmerksamkeit des Sports oder einzelner Sportler wächst auch das Interesse von Unternehmen an den Ligen/Vereinen/Spielern. Folge: Fernsehverträge werden immer hochdotierter – Ablösesummen steigen, Spielergehälter ebenfalls. Wenn doch so viel Geld in diesem System steckt und Vereine Umsätze wie Großkonzerne machen, warum wird dann nicht versucht, den Cashflow zu nutzen, um damit das Leid in der Welt zu verringern? Selbstverständlich haben viele Vereine eigene Projekte, die sie unterstützen, eigene Corporate-Social-Responsibility-Konzepte und Stiftungen, in denen sie sich nicht erst seit gestern sozial engagieren. Dasselbe gilt für eine Menge Spieler. Viele sind sich ihrer Verantwortung bewusst und versuchen durch Spenden, Sti...

Sport und Politik: Rassismus im Sport

Nach Beginn der Fußball-Weltmeisterschaft kommen derzeit immer häufiger Diskussionen um Rassismus auf. Seien es Konflikte zwischen Spielern auf dem Platz oder auch Konflikte vor und nach den Spielen, durch Fans, andere Mannschaften oder Kommentatoren. Wie bereits in der Sitzung vom 28.06.2018 besprochen, kam es in den letzten Wochen häufiger zu Auseinandersetzungen bei und nach Spielen. Besprochen wurde in dieser Sitzung unter anderem die Auseinandersetzung nach dem Spiel zwischen Serbien und der Schweiz, in dem zwei Schweizer Spieler das albanische Wappentier - den Doppeladler - zeigten und somit auf ihre kosovarisch-albanischen Wurzeln verwiesen. Im Anschluss ergaben sich darüber hinaus Diskussionen über das Verhalten der serbischen Fans und des serbischen Trainers. Hier wurden durch serbische Fans klar erkennbar rassistische Parolen skandiert, von denen sich die serbische Auswahl und vor allem der serbische Trainer nicht distanzierten. Auch nach dem Spiel zwischen Deutschland un...

Und noch einmal WM, Fußball, Nationalismus, Balkan

Der von mir empfohlene Erich Rathfelder beschreibt in seinem taz-Artikel " Jubeln mit politischem Kalkül " einen weiteren Fall für unsere Rubrik "Sport und Politik" (Stichwort: Nationalismus). Es geht wieder um Südosteuropa (vulgo: "Balkan"), dieses Mal um Kroatien. Es ist schon unglaublich, wie viel Stoff ein einzelnes Sportereignis wie die WM bietet...