Posts

Posts mit dem Label "Nationalismus" werden angezeigt.

Teamer*innen gesucht

Die Prävention von Rechtsextremismus und Ultranationalismus in der Migrationsgesellschaft ist das Ziel des Projekts „Hadi, wir müssen reden!“ von der LAKA (= Landesverband der kommunalen Migrantenvertretungen Baden-Württemberg). Dafür wurden drei Workshops und drei Basis-Vorträge von Expert*innen entwickelt. Für die Durchführung der Workshops für Jugendliche und junge Erwachsene sowie für die Durchführung von Basis-Vorträgen für Erwachsene und Fachkräfte werden ab sofort und fortlaufend Teamer*innen auf Honorarbasis gesucht. Es ist möglich, sich für die Durchführung der Workshops und der Basis-Vorträge gleichzeitig zu bewerben. Die Ausschreibungen findet man hier: https://www.laka-bw.de/wordpress/wp-content/uploads/2024/01/Teamerinnen-HWMR-Basisvortraege.pdf https://www.laka-bw.de/wordpress/wp-content/uploads/2024/01/Teamerinnen-HWMR-Workshops.pdf Die Teamer*innen-Schulung für die Workshops findet am 17. Februar 2024 und für die Basis-Vorträge am 18. Februar 2024 jeweils in Stuttgart ...

Separatismus im Baskenland und in Katalonien

Definitionen und Begrifflichkeiten Bevor es um Beispiele von Regionalismus und deren Analyse geht, wird ein Blick auf die Begriffe ‚Regionalismus‘ und ‚Separatismus‘ geworfen. Das Wort ‚separare‘ stammt aus dem Lateinischen und bedeutet so viel wie ‚trennen‘. Demzufolge meint Separatismus die Trennung bzw. die Absicht, sich von einem Staat abzuspalten, um einen eigenen Staat zu gründen, oder sich abzukapseln, um sich einem anderen bereits bestehenden Staat anzuschließen – beispielsweise das Vorhaben Südtirols, das sich von Italien abspalten wollte, um wieder Teil Österreichs zu werden. Etwas detaillierter wird Marc Engelhardt in dem von ihm herausgegebenen Buch ‚Unabhängigkeit! – Separatisten verändern die Welt‘. Er definiert Separatismus als „die wirtschaftlich, sprachlich-kulturell oder ethnisch-religiös begründete politische Absicht eines Teils der Bevölkerung, sich aus einem Staatsverband zu lösen, um einen eigenen Staat zu gründen bzw. sich einem anderen Staat anzugliedern“ [...

FRA-Direktor über Fußball und Nationalismus

Michael O'Flaherty ist der Direktor der 2007 gegründeten FRA, der Fundamental Rights Agency der Europäischen Union ( Agentur der EU für Grundrechte ). Er äußert sich in einem Beitrag auf Euractiv , einem wichtigen mehrsprachigen Informations- und Debattenportal zur europäischen Politik, zur Fußball-WM und den in deren Zusammenhang aufgetretenen "Debatten" zu Themen wie nationaler Identität oder Rassismus: " Football, national identity and belonging in today’s Europe "...

Özil und Gündogan - Gescheiterte Beispiele von Integration?

Die Bilder der beiden Nationalspieler mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan haben eine Debatte über den aktuellen Zustand der Integration (von Fußballspielern) in Deutschland ausgelöst. In den letzten Sitzungen haben wir viel über den Sport und seine integrative Wirkung gesprochen, welche zum Gemeinschaftsgefühl der jeweiligen Mannschaft führen kann. Gerade deshalb ist das Treffen der beiden Nationalspieler mit dem türkischen Präsidenten in London ein Schlag für die Debatte um Integration. Bei dem Treffen verschenkten Özil und Gündogan das Trikot ihres jeweiligen Vereins an das Staatsoberhaupt, eines davon sogar mit der Widmung „Mit Respekt für meinen Präsidenten“. Die Bilder des Treffens wurden im Anschluss von der Regierungspartei AKP auf Twitter online gestellt. Diese ganze Aktion steht unmittelbar im Zusammenhang mit den vorgezogenen Präsidentschaftswahlen in der Türkei sowie der bevorstehenden EM-Nominierung. Viele Zeitungen titeln nun, ob diese beiden Fußballsp...

Das Motiv des Nationalismus in einer globalisierten Welt

Im Laufe dieses Semesters haben wir uns mit aktuellen politischen Themen auseinandergesetzt und Bemühungen unternommen, diese zu analysieren. Im Rahmen unserer Bilanzierung in der letzten Seminarsitzung ist deutlich geworden, dass sich ein spezifisches Motiv durch zahlreiche Themenfelder zieht und auch die Themenkomplexe „Separatismus“ sowie „Sport und Politik“ prägt. Gemeint ist das Motiv des Nationalismus. Zum einen haben wir Nationalismus als Antreiber für Separationsbewegungen betrachtet. Die Auseinandersetzung mit separatistischen Bewegungen wirft die grundlegende Frage nach der zukünftigen Bedeutung von Nationalstaaten und deren Grenzen auf. Zum anderen haben wir über Nationalismus im Zusammenhang mit Patriotismus und Rassismus im Sport und insbesondere bei großen Sportevents wie der Fußballweltmeisterschaft gesprochen. Auch wenn der Zusammenhang von Nationalismus und unserem dritten großen Themenkomplex, "bedingungsloses Grundeinkommen", zunächst weniger offensicht...

Und noch einmal WM, Fußball, Nationalismus, Balkan

Der von mir empfohlene Erich Rathfelder beschreibt in seinem taz-Artikel " Jubeln mit politischem Kalkül " einen weiteren Fall für unsere Rubrik "Sport und Politik" (Stichwort: Nationalismus). Es geht wieder um Südosteuropa (vulgo: "Balkan"), dieses Mal um Kroatien. Es ist schon unglaublich, wie viel Stoff ein einzelnes Sportereignis wie die WM bietet...

Sport und Politik: Mitschrieb der Sitzung am 28.06.18

Die vergangene Sitzung stand ganz im Zeichen der Fußball-Weltmeisterschaft in Russland. Wir diskutierten über die Auswirkungen des Sports auf internationale Beziehungen und darüber, wie Politiker versuchen, den Sport für ihre Zwecke zu instrumentalisieren. Ausleben der nationalen Identität auf dem Spielfeld Schon früh spielte das Ausscheiden der "Nationalmannschaft" aus Deutschland, oder eher der DFB-Auswahlmannschaft, wobei Herr Müller diese Differenzierung sehr wichtig findet, eine große Rolle in der Sitzung. Gerade die "Nationalspieler" repräsentieren und fördern den Nationalstolz der Bürger. Eine neuerliche Repräsentation dieses Nationalstolzes trug sich gerade während der WM zu, als ein Schweizer Spieler mit Wurzeln im Kosovo das Zeichen seines, von vielen nicht anerkannten, Staates, einen Doppeladler zeigte und dafür von der FIFA eine (symbolische) Geldstrafe erhielt. Da viele nicht näher mit dem Konflikt in dieser Region vertraut waren, erläuterte unser...

Sport und Politik: Fußball und Nationalismus

Hauptthema der letzten Sitzung ( siehe Protokoll ) bildete - ausgehend von den aktuellen Vorkommnissen bei der Fußball-WM im Spiel Serbien gegen Schweiz - der Themenkomplex "Fußball und Nationalismus/Rassismus". Grundlegend dazu lohnt es sich, den Beitrag " Fußball und nationale Identität " von Verena Scheuble und Michael Wehner zu lesen. Er ist in der Ausgabe 1/2006 der LpB-Zeitschrift "Der Bürger im Staat" (heute: "Bürger & Staat") erschienen, die kostenlos online als pdf zur Verfügung steht . Einige andere Beiträge der Ausgabe sind übrigens ebenfalls lesenswert...

Sport und Politik: Protokoll der Sitzung am 28.06.18

In der Seminarsitzung vom 28. Juni 2018 haben wir begonnen, uns mit dem Thema Sport und Politik zu befassen. Dafür haben wir einige Aspekte gesammelt, mit welchen wir uns eventuell befassen wollen. Diese sind: Sport und... Nationalismus Rassismus Gewalt Integration bzw. Inklusion Governance Soziales Lernen Soziale Verantwortung Identität Sozialisation Politische Bildung Sowie Sport als… Wehrertüchtigung Herrschaftsinstrument Ablenkung Politische Plattform Explizit beschäftigt haben wir uns bereits mit dem Nationalismus im Sport anhand des Beispiels der Partie Schweiz gegen Serbien bei der aktuellen Fußball-Weltmeisterschaft. Hierfür haben wir den Zeitungsartikel „Doppeladler kommt teuer – Nationalismus bei der Fußball-WM“ von Erich Rathfelder aus der „taz“ vom 27. Juni 2018 analysiert. In besagtem Spiel erzielten zwei Spieler der schweizerischen Auswahl, Xherdan Shaqiri und Granit Xhaka, welche beide kosovo-albanische Wurzeln besitzen, die entscheidenden Tore für ...

Schattenseiten des Separatismus

Ein kleiner Nachtrag zur heutigen 3. Sitzung, in der wir einen Beitrag von Ulrich Ladurner zum Zerstörungspotenzial des Separatismus angesprochen haben. Vom Autor sind in der ZEIT mehrere einschlägige Artikel erschienen: " Separatismus: Spalterische Leidenschaften " (01.11.17) " Separatismus: Das Zerstörungspotenzial ist grenzenlos " (03.01.18) " Carles Puigdemont: Ein völkischer Populist " (06.04.18)