Der folgende Text wurde kollaborativ im Rahmen des Masterseminars "Aktuelle politische Debatten" (SoSe 2024) erstellt. Bildungsungleichheit wird dann attestiert, wenn ein systematischer Zusammenhang zwischen dem Bildungserfolg und zugeschriebenen Merkmalen (wie sozialer Herkunft, Migrationshintergrund, Geschlecht, Behinderung etc.) besteht. Es geht also letztlich um verschiedene Formen der Diskriminierung im Bildungssystem. Dabei handelt es sich im Wesentlichen um Probleme bei der Chancengleichheit und der Leistungsgerechtigkeit. In Deutschland ist die Bildungsungleichheit im Vergleich zu anderen OECD-Staaten hoch, wie u.a. die PISA-Studien gezeigt haben. In allen Bildungsbereichen – frühkindliche Bildung, Schulbildung, Berufsausbildung, Hochschulbildung und Weiterbildung – sind Bildungschancen ungleich verteilt. Das verstößt gegen fundamentale Gerechtigkeitsprinzipien, die in der Gesellschaft breit geteilt werden. Darüber hinaus verhindern Bildungsungleichheiten das Ausschöp...