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Vortrag von Sina Nietz zu emotionaler Intelligenz und Rechtspopulismus

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Am 24.10.19 hat Sina Marie Nietz, Mitarbeiterin der Abteilung Politikwissenschaft, bei Festo einen Vortrag zu folgendem Thema gehalten: "Die Bedeutung emotionaler Intelligenz in Zeiten von Globalisierung und Digitalisierung am Beispiel rechtspopulistischer Ausgrenzungsstrategien". Dieser Vortrag liegt nun in verschriftlichter Form vor, zu finden auf dem Rechtspopulismus-Blog.

Die Autorin fasst den Vortrag so zusammen: "Rechtspopulismus agiert immer über Feindbilder. Diese Feindbilder basieren auf der Konstruktion einer homogenen Feindgruppe. Durch Verallgemeinerung werden den Individuen innerhalb dieser Feindgruppe Subjektivität und Individualität abgesprochen und so die Entstehung von Empathie verhindert. Die rechtspopulistische Ungleichheitslogik schließt an die Ungleichheitslogiken unserer kapitalistischen Gesellschaftsordnung an. Die Wettbewerbs- und Konkurrenzideologie hat ein empathiefeindliches Umfeld geschaffen. Zudem hat sich die Bildung zu lange einse…

Vortrag von Julia Ebner zum Thema Radikalisierung

Am Mittwoch 20. November 2019 findet im Hospitalhof (Büchsenstr. 33, 70174 Stuttgart) von 19 bis 21 Uhr der Vortrag "Radikalisierungsmaschinen – Wie Extremisten die neuen Technologien nutzen und uns manipulieren" von Julia Ebner statt. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Julia Ebner verfolgt hauptberuflich Extremisten. Undercover mischt sie sich unter Hacker, Terroristen, Trolle, Fundamentalisten und Verschwörer, sie kennt die Szenen von innen, von der Alt-Right-Bewegung bis zum sogenannten Islamischen Staat, online wie offline. Ihr Buch macht Radikalisierung fassbar, es ist Erfahrungsbericht, Analyse, unmissverständlicher Weckruf.

Als Extremismusforscherin stellen sich ihr folgende Fragen: Wie rekrutieren, wie mobilisieren Extremisten ihre Anhänger? Was ist ihre Vision der Zukunft? Mit welchen Mitteln wollen sie diese Vision erreichen? Um Antworten zu finden, schleust sich Julia Ebner ein in zwölf radikale Gruppierungen quer durch das ideologische …

Zeitzeugengespräch im Hospitalhof

Am kommenden Dienstag (29.10.2019) ab 16.30 Uhr findet eine interessante Veranstaltung im Hospitalhof in Stuttgart statt, ein Zeitzeugengespräch mit einem der letzten Überlebenden von Auschwitz. Auf der Website der Tagungsstätte steht dazu:

»Begreifen werde ich die Geschichte nie, aber ich muss jeden Tag daran denken« - Gerhard Maschkowski, Jahrgang 1925, hat Auschwitz und den sog. Todesmarsch überlebt. Er hat es sich zur Lebensaufgabe gemacht, davon zu berichten. Heute spricht er mit Erwachsenen und Schüler*innen über seine Geschichte, zum Gedenken an die Ermordeten und zur Mahnung an Politik und Gesellschaft heute. »Ich habe nie gedacht, dass sie mich töten«, sagt Gerhard Maschkowski. Fast zwei Jahre lang musste er in Auschwitz Zwangsarbeit für die IG Farben im KZ Buna Monowitz leisten, bevor die SS die Häftlinge im Januar 1945 auf den Todesmarsch trieb. »Ohne meine beiden Freunde hätte ich das alles wohl nicht überlebt. Wir haben uns geschworen, dass wir später davon erzählen werden…

Kompaktseminar Lembcke zu "Defective Democracies"

Unser Lehrbeauftragter Dr. Oliver Lembcke bietet auch im Wintersemester wieder ein englischsprachiges Blockseminar an. Thema sind "Defective Democracies". Es sind noch zahlreiche Plätze frei, für Studierende des Europalehramts besteht die Möglichkeit, ein Testat abzulegen. Die Sitzungen finden zu folgenden Terminen statt:
27.9.2019, 10-16 Uhr 28.9.2019, 10-16 Uhr 25.10.2019, 13-19 Uhr 26.10.2019, 09-15 Uhr Anmeldungen bitte direkt beim Dozenten: mail@oliver-lembcke.de

TED Talk zu einem neuen Narrativ nach dem Neoliberalismus

In dem TED Talk "The new political story that could change everything" lässt George Monbiot die beiden letzten großen Narrative (Keynesianismus mit dem Staat und Neoliberalismus mit dem Unternehmen bzw. dem Markt als zentralem Akteur) Revue passieren, um dann sein neues Narrativ der Kooperation zu präsentieren.


Auf der TED-Website stehen Untertitel und sogar ein deutsches Transcript zur Verfügung.

Helmut Däubles Konzept der "reversiblen Enteignung" auf Spiegel Online

Unter der Überschrift "Reversible Enteignungen: Lasst die Erben ihr Erbe verdienen" ist heute ein Gastbeitrag von Helmut Däuble in Spiegel Online erschienen. Es handelt sich um einen innovativen Beitrag zur Gerechtigkeitsdebatte in Deutschland, den Sie unbedingt lesen sollten...

Jenaer Summer School "Bildung:Demokratie"

Immer wieder wird deutlich, dass Schulen als Orte gelebter demokratischer Werte für demokratische Gesellschaften von existenzieller Bedeutung sind. Doch wie genau sie diese Rolle ausfüllen sollen, ist umstritten. Umso wichtiger ist es, diesen Fragen Raum zu geben und sie gemeinsam zu diskutieren. Am 19. September 2019 findet die erste Jenaer Summer School „Bildung:Demokratie“ statt. Die Summer School bietet ein Forum des Austauschs und der Diskussion über genau diese Fragen.

Im Jahr des 100. Jubiläums der Weimarer Verfassung steht die Summer School im Zeichen der Frage, wie viel Verfassung der Lehrberuf braucht. Welche Rolle spielt das Grundgesetz im Schulalltag? Welche Rolle sollte es spielen? Diese Fragen und die Annahme, dass Schule eine zentrale Institution einer demokratischen Gesellschaft ist, bilden den Rahmen der ersten Summer School „Bildung:Demokratie“.

Wann: 19. September 2019 von 8.30 bis 16.00 Uhr
Wo: Friedrich-Schiller-Universität Jena
(Hörsaal IAAC, Humboldtstraße 8, 07…

Sprechstunden in der vorlesungsfreien Zeit

Auf der PH-Website finden Sie unter "Aktuell" wie gewohnt die Sprechstunden in der vorlesungsfreien Zeit. Besonders zu beachten ist, dass Sie am Donnerstag, dem 19.09.2019, alle Lehrenden antreffen.

Karl Poppers Staatstheorie

Ein Beitrag von Helge Wilhelm

„Der Begriff der 'Offenen Gesellschaft' ist zu einem geflügelten Wort geworden. Er geht zurück auf den französischen Philosophen Henri Bergson, doch war es der österreichische Brite Karl Popper, der ihn mit Leben füllte. Auf ihn, diesen Hofphilosophen der freien Welt, berufen sich immer wieder Wirtschaftkapitäne, Religionsführer, Kaiser und Präsidenten.“ (Nasher, 2017, Vorwort).

Jedes Schulkind in der angloamerikanischen Welt hat zumindest schon einmal etwas von der „open society“ gehört. Außerhalb des englischen Sprachraums aber schwindet Poppers Bedeutung. Wie kann das sein? Wie konnte es dazu kommen, dass Popper, ein Österreicher, in der englischsprachigen Welt als Koryphäe der Demokratietheorie fester Bestandteil des Diskurses ist und anderswo kaum eine Rolle spielt?

Es hat sicherlich viel mit dem Leben Poppers zu tun. Vor dem Faschismus auf die andere Seite der Welt, nach Neuseeland, geflüchtet und später nach England emigriert, hat Popper se…

Paul Ackermann zu Gast an der PH

Die Gelegenheit, den renommierten Politikdidaktiker Prof. Dr. Paul Ackermann live zu Gesicht zu bekommen, sollte sich ein Politikstudierender an unserer PH nicht entgehen lassen. Paul Ackermann ist der Vorgänger von Prof. Dr. Renate Kreile und damit der Vor-Vorgänger von Prof. Dr. Weber-Stein und kommt am Mittwoch, den 3. Juli 2019, von 16.15 bis 17.45 Uhr in Raum 1.256 ins Seminar von Herrn Däuble "Klassiker der Politikdidaktik". Gäste sind - auch ohne weitere Voranmeldung - sehr willkommen und dürfen, falls sie das mögen, auch gerne am Gespräch teilhaben...

Kompaktseminar "Global Justice in the #MeToo Era"

Ende dieser Woche beginnt ein hochinteressanter Kompaktkurs von einer Kollegin aus den USA, Ingrid Bego von der Western Carolina University, mit dem Titel "Gender: Global Justice in the #MeToo Era".

Zur Dozentin:
Dr. Ingrid Bego
Assistant Professor
Political Science and Public Affairs
Western Carolina University
ibego@email.wcu.edu
Twitter: @IngridBego | Instagram: @Traveling_Prof
Email: ibego@email.wcu.edu
Website: http://www.ingridbego.com/

Kurstermine: 28. Juni – 20. Juli 2019
28.06 13:00 – 17:00
29.06 09:00 – 13:00
12.07 13:00 – 17:00
13.07 09:00 – 13:00
19.07 13:00 – 17:00
20.07 09:00 – 13:00

Kursbeschreibung:
This course comparatively examines gender inequality in the 21st century. Many of the issues that were once solely discussed and solved at the nation-state level are now being treated as issues to be reckoned with at the international level. The topics we will cover will not only examine the role of gender in politics but will exte…

"Hallo Demokratie" sucht DialogmoderatorInnen

Das Projekt "Hallo Demokratie" sucht Dialogmoderator*innen als Verstärkung für das Projekt-Team. Bewerber*innen sollten Lust und Interesse daran mitbringen, mit Kindern und Jugendlichen aus aller Welt an Stuttgarter Schulen in einen Dialog über Demokratie und unsere Gesellschaft zu kommen. Als Dialogmoderator*innen haben sie die Möglichkeit, an einem abwechslungsreichen und innovativen Bildungsprojekt mitzuwirken, das Sprachsensibilität, politische Bildung und Integration zusammenführt. Das Projekt ist vor allem für Studierende geeignet, die ihre pädagogischen Fähigkeiten im Bereich der politischen Bildung verbessern möchten. Die Bewerbungsfrist läuft bis zum 16.07.2019, Ansprechpartner ist Konstantinos Kosmidis:

Landeshauptstadt Stuttgart
Referat Soziales und gesellschaftliche Integration (SI-IP)
Abteilung Integrationspolitik
Konstantinos Kosmidis
Fachbereich Politische Bildung und Partizipation
Eberhardstraße 61
70173 Stuttgart
Telefon: 0711 216-80398
E-Ma…

Studie zur Politischen Bildung

Allzu oft wird in führenden deutschen Presseorganen nicht über Politische Bildung berichtet. Ist das dann doch einmal der Fall, wie im Moment anlässlich der Veröffentlichung einer Studie, sollte man sich die Zeit für eine vergleichende Lektüre nehmen:
Parvin Sadigh: Gymnasiasten bekommen den besseren Politikunterricht (Zeit, 04.06.2019)Bernd Kramer: So elitär ist Politikunterricht (Süddeutsche Zeitung, 04.06.2019)

Gastvortrag zur Menschenrechtsbildung an der PH

Am kommenden Donnerstag, den 6. Juni 2019, findet um 18 Uhr im Hörsaal 1.301 ein Gastvortrag von Prof. Dr. Stefan Weyers (Universität Mainz) statt. Titel des Vortrag: "Wieviel Demokratie braucht die Menschenrechtsbildung? Perspektiven und Spannungsfelder partizipativer Pädagogik".

Inhalt: Mit dem ‚Siegeszug‘ der Menschenrechtsidee geht ein grundlegender Wandel pädagogischer Auffassungen und Rechtsgrundlagen einher. Kinderrechte wurden als pädagogische Leitlinien zuerst in erzieherischen Kontexten formuliert. In liberalen Demokratien wurden Grundrechte dann zu Pfeilern des Erziehung- und Bildungssystems. Vor allem das Recht auf Partizipation und Mitbestimmung markiert einen Perspektivenwechsel im Generationenverhältnis und stellt hohe Anforderungen an pädagogisches Handeln. Stefan Weyers gibt einen Überblick über die vier Perspektiven der Menschenrechtspädagogik und richtet den Fokus auf Konzepte und Spannungsfelder demokratischer Beteiligung aus.

Bedingungsloses Grundeinkommen – bisherige Versuche und was wir von ihnen lernen können

Ein bedingungsloses Grundeinkommen wird sowohl medial als auch im politisch-gesellschaftlichen Diskurs immer häufiger diskutiert. Yuval Noah Harari bespricht in seinem Buch „21 Lektionen für das 21 Jahrhundert“ 21 Grundprobleme, denen sich die Menschheit stellen muss. Dabei geht er neben Kriegen, politischen und gesellschaftlichen Veränderungen auch auf unser Verhältnis zur Arbeit und unsere sozialen Sicherungssysteme ein (vgl. Harari 2018). Rutger Bregman sieht in seinem Buch „Utopien für Realisten“ die Zeit für „die 15 Stunden-Woche, offene Grenzen und das bedingungslose Grundeinkommen“ gekommen. Schwerreiche Unternehmer wie der dm-Gründer Götz Werner favorisieren ein bedingungsloses Grundeinkommen und sehen darin die einzige Möglichkeit zur Grundsicherung.

Während viele verschiedene Theorien und Konzepte zu einem Grundeinkommen existieren, richtet sich der Fokus dieser Arbeit auf bereits durchgeführte oder gestartete Versuche, Experimente und Pilotprojekte. Neben der Vorstellung v…