Beinahe wöchentlich ist in der Berichterstattung nach einem Bundesligaspieltag etwas von den sogenannten Ultras zu sehen, zu lesen oder zu hören. Insbesondere in den letzten Wochen wurden Proteste gegen den Deutschen Fußball-Bund und die UEFA, unter anderem aufgrund der Vergabe der Europameisterschaft 2024, in den Stadien publik. Auf der anderen Seite sind beeindruckende Choreographien aus den Fankurven auf Bildern und in der Sportschau zu bewundern. Doch nicht nur das Dasein im Stadion definiert den Ultra, der sein Fan-Sein auf sehr außergewöhnliche und häufig extreme Art und Weise auslebt. Die Ultraszene, eine der größten jugendlichen Subkulturen in Deutschland, bietet auch politischen Diskussionsstoff. Von Fan-Initiativen über sicherheitspolitische Debatten bis hin zu Gefahren der politischen Unterwanderung von Gruppierungen reicht das Spektrum. Die Medien zeichnen häufig ein negatives Bild der Ultras, wobei sie den Blick hinter die Kulissen teilweise vermissen lassen. Andererse...
Es war nur eine Frage der Zeit, bis es der Beutelsbacher Konsens, das "Grundgesetz" der politischen Bildung aus dem Jahr 1976, ins deutsche Fernsehen schafft. Kein Geringerer als Jan Böhmermann hat sich der Thematik am vergangenen Freitag ( 19.09.2025 ) im ZDF Magazin Royale angenommen - und das aus politikdidaktischer Sicht mit großer Souveränität. Viel Spaß beim Nachschauen:
Das Portal für Politikwissenschaft hat kürzlich einen überaus lesenswerten Text veröffentlicht, der sich grundlegenden Themen der Demokratie(theorie) widmet und von einem der wichtigsten Politikwissenschaftler der Gegenwart verfasst wurde, dem emeritierten Professor Adam Przeworski . Der Essay trägt den Titel " Wer entscheidet, was demokratisch ist? " und endet mit den Sätzen: "Ich bin der Auffassung, dass die Hauptursache für die weit verbreitete Unzufriedenheit mit den repräsentativen Institutionen die politische Ungleichheit ist, die durch den Einfluss des Geldes auf die Politik entsteht. (...) Meine Schlussfolgerung ist jedenfalls die folgende: Um den widerstreitenden politischen Kräften neues Vertrauen in die demokratischen Verfahren zu ermöglichen, müssen die Verteidiger*innen der Demokratie eine zukunftsorientierte Perspektive zur Verbesserung repräsentativer Institutionen anbieten."
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